Parodie, nicht Utopie
Akos Domas Buch:
Ein »Obdach« haben sie zwar, die vier arbeitslosen Bummler durch die Tage. Es ist eine halbverfallene Bruchbude, die notdürftig gegen Regen, nicht aber gegen Kälte oder Schmutz schützt. Tagsüber faulenzen sie, wenn sie nicht mit Nahrungssuche, Gelegenheitsdiebstählen oder Leute-Beschau (Frauen) beschäftigt sind. Sie halten zusammen. Sympathisch werden sie dem Leser, weil sie von Fern (Ferdinand), einem der vier, liebevoll beschrieben werden.
Da ist der junge Philosoph Ludovik, der freundschaftlichen Beistand braucht, um nicht seiner Todessehnsucht zu erliegen. Der gut aussehende Russe Igor, der nach seinem Tschetschenien-Erlebnis das Saufen nicht lassen kann, und der illegale Iraner Amir, der sich zum Künstler berufen fühlt und mit ständiger Angst vor der Abschiebung...
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