Kein Cent für Opferberatungsstellen
NRW-Landesregierung sieht keine Notwendigkeit für spezifische Beratung für Opfer rechter Gewalt
In Nordrhein-Westfalen gibt es keine Beratungsstellen für Opfer rassistischer und rechter Gewalt. Das sorgt für Kritik.
Nicht nur in Aachen und Dortmund kommt es seit Monaten verstärkt zu Übergriffen von Neofaschisten auf Nazigegner, alternative Treffpunkte und Parteibüros. Obwohl beispielsweise in Dortmund-Dorstfeld ganze Familien den Stadtteil aufgrund von kontinuierlicher Bedrohung durch »Autonome Nationalisten« verließen, sieht die nordrhein-westfälische Landesregierung keine Notwendigkeit, Beratungsstellen für Opfer rechter und rassistischer Gewalt finanziell zu fördern.
Dies geht aus einer Antwort der rot-grünen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Anna Conrads (LINKE) zum Thema Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt hervor. In NRW existieren im Vergleich mit anderen Bundesländern nicht annähernd so gut ausgebaute und geförderte Beratungsstellen. Die Antwort des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD) ist jedoch ernüchternd. Er sieht Opferschutz und Opferhilfe offenbar bestenfa...
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