Der ewige Vorsitzende fordert Rotationsprinzip
In Russland sagt KPRF-Chef Gennadi Sjuganow der »Parteiaristokratie« den Kampf an
Der Chef der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF), Gennadi Sjuganow, plant eine Parteirevolution. In Zukunft sollen die Abgeordneten auf regionaler und föderaler Ebene nach zwei Legislaturperioden ihren Platz räumen. Das erklärte Sjuganow am vergangenen Samstag beim neunten Plenum des Zentralkomitees seiner Partei. Damit will er die Entstehung einer »Parteiaristokratie« verhindern. Ausgenommen von der neuen Regelung sind dem Plan zufolge nur Leiter von Parlamentsausschüssen und direkt gewählte Abgeordnete, da ein solcher Wahlsieg ein hohes Maß an Wählervertrauen voraussetze. Außerdem verlangte Sjuganow, für die neuen Parteimitglieder eine Bewährungszeit einzuführen und die »Karteileichen« aus der Partei auszuschließen. Die Aktivisten aus den Regionen sollten nun gezielt in die ersten Reihen geschoben werden.
Der 75-Jährige leitet die KPRF seit ihrer Gründung im Jahr 1993. Die zweitgrößte Partei und größte Oppositionsk...
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