»Jünger, diverser, weiblicher«
Berlins Kultursenator Klaus Lederer (LINKE) will sich künftig Zeit nehmen, um einen neuen Intendanten oder eine Intendantin für die Volksbühne zu finden. »Wir werden uns die nötige Zeit nehmen. Denn nichts wäre verheerender, als jetzt aus Druck eine Entscheidung zu treffen«, sagte Lederer am Samstag in Berlin.
»Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Volksbühne diverser, weiblicher, jünger werden soll«, sagte Lederer am Rande eines Parteitags in Adlershof. Dieser Herausforderung sei konzeptionell Rechnung zu tragen. Die Volksbühne sei auch immer ein politisches Theater gewesen - auch an diese Tradition müsse angeknüpft werden.
Der bisherige Intendant Chris Dercon gibt noch vor dem Ende seiner ersten Spielzeit seinen Posten auf. Dem Belgier schlug seit seiner Berufung vehemente Kritik aus der Berliner Kulturszene entgegen. Ihm wurde etwa vorgeworfen, aus der Traditionsbühne im Osten eine »Eventbude« zu machen.
Die Berliner Grünen wünschen sich nun eine Findungskommission, um den richtigen Nachfolger zu finden.
»Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht«, sagte Lederer der Deutschen Presseagentur. Er könne sich alles Mögliche vorstellen, so der Kultursenator, und werde nun mit mehreren Menschen sprechen, etwa dem Chef des Bühnenvereins und den Beschäftigten an der Volksbühne. dpa/nd
Wir behalten den Überblick!
Mit unserem Digital-Aktionsabo kannst Du alle Ausgaben von »nd« digital (nd.App oder nd.Epaper) für wenig Geld zu Hause oder unterwegs lesen.
Jetzt abonnieren!
Das »nd« bleibt gefährdet
Mit deiner Hilfe hat sich das »nd« zukunftsfähig aufgestellt. Dafür sagen wir danke. Und trotzdem haben wir schlechte Nachrichten. In Zeiten wie diesen bleibt eine linke Zeitung wie unsere gefährdet. Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung nach oben zeigt, besteht eine niedrige, sechsstellige Lücke zum Jahresende. Dein Beitrag ermöglicht uns zu recherchieren, zu schreiben und zu publizieren. Zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.