Gedenkorte für Euthanasie-Opfer

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Mit dem beschönigenden Begriff »Euthanasie« (guter Tod) bemäntelten die Nazis den tausendfachen, geplanten Mord an kranken und behinderten Menschen, die sie als »lebensunwertes Leben« oder »unnütze Esser« verunglimpften. Sie gaben ihr den zynischen Namen »Aktion Gnadentod«.

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hat 2012 eine Ausstellung am Nicolaiplatz 28 eröffnet. Hier, in der Scheune des Alten Zuchthauses, das bereits 1931 geschlossen worden war, befand sich die Gaskammer, in der nach einer ersten »Probevergasung« von Januar bis Ende Oktober 1940 mehr als 9000 Menschen ermordet wurden.

Die Tötungsanstalt Brandenburg war eine von sechs Mordstätten der sogenannten Aktion T4, der ersten, zentral gesteuerten Phase des Krankenmords 1940/41, der mehr als 70 000 psychisch Kranke und Behinderte im Deutschen Reich zum Opfer fielen. »T4« ist die Abkürzung für die Adresse der damaligen Zentraldienststelle T4 in Berlin: Tiergartenstraße 4.

An die Tötungsanstalten erinnern seit vielen Jahren Gedenkstätten in Hartheim (1969), Bernburg (1982), Hadamar (1983), Grafeneck (1990) und Pirna-Sonnenstein (2000). nd

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