Namen für die neuen Kreise gesucht

  • Lesedauer: 1 Min.

Potsdam. In der Debatte um die umstrittene Kreisgebietsreform in Brandenburg sollen die von Fusionen betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte noch vor der Entscheidung des Landtags Namensvorschläge machen können. Dies geht aus einem Antrag der rot-roten Koalition hervor, der am Donnerstag in den Innenausschuss eingebracht wurde.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte am Rande der Ausschusssitzung, die bisherigen Vorschläge seien lediglich Arbeitstitel. Sollten die künftigen Kreise nun selbst Vorschläge machen, werde man diese gerne aufgreifen. Die bisherige Regelung sah vor, dass die fusionierten Kreise gegebenenfalls später ihren Namen selbst ändern können. Dazu wären allerdings Zwei-Drittel-Mehrheiten in den Kreistagen notwendig, sagte Schröter.

Ein weiterer Änderungsantrag der Koalition sieht vor, dass die Rettungsdienste in den kreisfreien Kommunen Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg/Havel auch künftig bei den Städten bleiben und nicht an die Kreisebene übergehen. Damit soll erreicht werden, dass Synergien zwischen Leitstellen, städtischen Berufsfeuerwehren und Rettungsdiensten erhalten bleiben.

Im Oktober soll es mehrere Tage lang Anhörungen zur Kreisreform geben. Die Verabschiedung ist noch bis Ende des Jahres geplant. Mit der Reform soll die Zahl der Kreise reduziert werden, von bislang vier kreisfreien Städten würde nur Potsdam diesen Status behalten. dpa/nd

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Das »nd« bleibt gefährdet

Mit deiner Hilfe hat sich das »nd« zukunftsfähig aufgestellt. Dafür sagen wir danke. Und trotzdem haben wir schlechte Nachrichten. In Zeiten wie diesen bleibt eine linke Zeitung wie unsere gefährdet. Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung nach oben zeigt, besteht eine niedrige, sechsstellige Lücke zum Jahresende. Dein Beitrag ermöglicht uns zu recherchieren, zu schreiben und zu publizieren. Zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.