RBB kann es auch alleine
Das RBB-Fernsehen steht vor dem Neustart seines Abendprogramms. Ab 5. September sollen an Wochentagen zur Hauptsendezeit ab 20.15 Uhr Eigenproduktionen weitgehend das Angebot bestimmen, sagte Intendantin Patricia Schlesinger. »Wir müssen ein Gespür für die Menschen haben, die in Berlin und in Brandenburg leben, für ihre Lebenssituation und die unterschiedlichen Milieus«, sagte Schlesinger, die seit einem Jahr im Amt ist. Jeder Zuschauer solle etwas finden, was ihn anspricht. »Alle Sendungen müssen nicht gleich attraktiv für alle sein. Das funktioniert nicht, weil am Ende ein Kompromiss herauskommt, den niemand will«.
Zu den Neuerungen gehört das - auch satirische - Gesellschaftsmagazin »Die Abendshow« und ein regionales Geschichtsmagazin. »Täter, Opfer, Polizei« soll 90 Minuten lang am Mittwoch laufen. Außerdem sollen mehr Beitragsgelder in die Produktion von Filmen fließen, die in Berlin und Brandenburg spielen. Auch eine regionale Serie sei im Gespräch. Damit wolle der RBB den Anteil der Übernahmen von anderen Sendern deutlich verringern. »Bisher hatten wir an vier bis fünf Abenden in der Woche Produktionen anderer ARD-Anstalten oder aus dem Ersten Programm. Dieses Verhältnis will ich mindestens umkehren«, sagte Schlesinger. dpa/nd
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