Weißer Ring: Bußgelder fehlen

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Dresden. Der Weiße Ring beklagt eine ungleiche Verteilung von Bußgeldzuweisungen durch die Gerichte an gemeinnützige Organisationen in Sachsen. In den vergangenen drei Jahren seien die Einnahmen seiner ehrenamtlich arbeitenden Opferberatung in diesem Bereich um gut 44 Prozent auf zuletzt 13 370 Euro zurückgegangen, sagte der Landesvorsitzende des Weißen Rings, Geert Mackenroth, in Dresden. Die 1996 gegründete Opferhilfe Sachsen, in der hauptamtliche Berater tätig seien, habe hingegen im vergangenen Jahr 180 000 Euro Bußgeldzuweisungen erhalten - »zehnmal mehr als der nächstbegünstigte Empfänger«.

Im vergangenen Jahr wurden von den 130 ehrenamtlichen Mitarbeitern des Weißen Rings in den 21 sächsischen Außenstellen rund 800 Opferfälle betreut, etwa so viele wie im Vorjahr. Jeweils gut ein Viertel der Fälle fiel in die Deliktbereiche häusliche Gewalt/ Körperverletzung und sexueller Kindesmissbrauch. dpa/nd

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