Neonazis bei Protest in Altglienicke
Rund 120 Altglienicker trafen sich am Montagabend erneut zur Kundgebung gegen die neue Flüchtlingsunterkunft. Das waren deutlich weniger Teilnehmer als bei vorangegangenen Protesten. In das sogenannte Tempohome zogen in diesen Tagen die ersten Flüchtlinge ein, das »nd« berichtete.
Auf der Kundgebung sagten Anwohner, jeder Flüchtling bekäme einen Kühlschrank neben sein Bett gestellt. Ein Redner sagte, die jungen, gesunden Männer seien nicht bereit, »ihr Land aufzubauen und es mit der Waffe in der Hand zu verteidigen«. Der Anmelder, Harald Förster, sagte: »Wenn sich ein Ausländer ehrlich integrieren will, dann gibt es einen Ehrenmord. Siehe den Fall Sürücu.«
Auch die CDU-Abgeordnete Katrin Vogel war erneut vor Ort, sie nutzte das Podium für den Wahlkampf. Ebenso war der NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke mit einem Tross junger Neonazis erschienen.
Während der Kundgebung trauten sich mehrere afghanische Flüchtlinge nicht, vom Supermarkt in ihre Unterkunft zu gehen. Der Weg hätte durch die Kundgebung geführt. mai
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